Sex & Souls Institute | Maria Brie | Mentorin & Coach

Sex. Seele. Wissenschaft.

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Maria Brie |
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Sex. Seele. Wissenschaft.

Foto: Maria Brie, 2025

Die Sache mit den Blitz

Manche warten ja darauf, dass sie die Lust wie ein Blitz beim Zähneputzen trifft. Dass wir plötzlich unseren Partner ansehen und denken: „Jetzt! Sofort!“

Und wenn dieser Blitz ausbleibt – was nach ein paar Jahren Beziehung, ein paar Kindern und ein paar anderen Projekten eher die Regel als die Ausnahme ist – denken wir sofort: „Die Luft ist raus, ist halt so, zu müde, zu kompliziert, zu kaputt.“

Ich sage Dir: Nichts davon stimmt.

Was wir in Hollywood-Filmen sehen, nennen wir in der Forschung „spontanes Verlangen“. Die Idee, dass Lust einfach so aus dem Nichts auftaucht. Spoiler: Nur ein Bruchteil der Frauen (und übrigens auch längst nicht alle Männer) tickt dauerhaft so.

Wenn Du eher der Typ bist, der erst mal ankommen muss, ist das kein Defekt. Es ist ein biologisch extrem sinnvolles Design.

Willkommen im Team „Responsives Verlangen“.

Das bedeutet: Die Lust kommt nicht vor der Berührung, sondern als Antwort darauf. Dein Körper sagt nicht: „Ich will Sex“, sondern: „Oh, das fühlt sich gerade sicher, weich und schön an … jetzt habe ich Lust auf mehr.“

Wie Du die Bremse im Alltag löst

Wenn Du merkst, dass Deine Bremse gerade den Ton angibt, bringt es nichts, „fester aufs Gas zu treten“. Wir müssen den Druck vom Pedal nehmen. Das geht nicht mit Disziplin, sondern mit Entlastung.

Drei Wege, wie Du heute damit anfangen kannst:

  1. Absichtslose Berührung: Nimm Dir 5 Minuten, in denen ihr euch berührt, ohne dass daraus Sex werden muss. Die klare Vereinbarung „Es passiert heute nichts weiter“ ist der größte Entspanner für Deine Bremse.

  2. Rituale statt Planung: Schafft euch kleine Inseln, die nichts mit „Abarbeiten“ zu tun haben. Ein gemeinsamer Espresso ohne Handy, 10 Minuten echtes Zuhören. Sicherheit entsteht durch Vorhersehbarkeit.

Die ehrliche Kommunikation: Sag mal: „Ich möchte Dir nah sein, aber mein Kopf ist noch voll mit dem Projekt/den Kindern. Können wir erst mal nur kuscheln?“ Das nimmt das „Gedankenlesen“ und den Erwartungsdruck raus.

Wer jetzt denkt: Ja, schön und gut, dann haben wir aber immer noch keinen Sex gehabt. Äh, genau. Aber Ihr seid der Sache deutlich näher.
Und ganz ehrlich: Wenn Du zehn mal eine Einladung an Dein Gehirn ausprichst, wird es öfter zu richtig schönen lustvollen Momenten kommen, als wenn Du es nicht tust. (Hier geht’s zum Lust ohne Druck_Kompass.)

Oder? Was denkst Du?

Trau Dich. Reden ist Gold.
Herzlich,
Deine Maria

Dein Kopfkino

Bin ich gut genug?

In einem Interview bekam ich  Mal wieder die klassische Frage gestellt:
„Maria, wenn Du Männern einen einzigen Tipp mitgeben könntest – welcher wäre das?“

Na? Klar:

Kontext gewinnt.
Technik kannste knicken.

Viele Menschen – Männer wie Frauen – tragen eine ähnliche Unsicherheit mit sich herum: 

„Bin ich gut genug?“ 

Dieses kleine, fiese Fragezeichen im Kopf.

Es erzeugt sofort Druck.

Und Druck ist – neurobiologisch betrachtet – einer der zuverlässigsten Lustkiller.👿 (Das limbische System ist da kompromisslos.)

Oft reagieren wir geschlechtstypisch darauf:

Die einen – häufig Männer – gehen in den Modus „Ich will das richtig machen.“

Das ist eigentlich etwas unglaublich Schönes, weil es zeigt, wie sehr Männer Verbindung wollen (#PositiveMännlichkeit). Nur greifen viele in dieser Unsicherheit dann zu Techniken.
Ihr kennt die „Ratgeber“-Titel: „Der ultimative G-Punkt-Griff…“ 🙄

Und die anderen?

Die anderen – häufig Frauen – haben nie wirklich gelernt zu sagen, was sie brauchen. Nicht, weil sie nicht wollen. Sondern weil ihnen schlicht die Sprache dafür fehlt.*

Das ist kein persönliches Scheitern. Das ist Sozialisation.

Forscher:innen wissen schon lange: Die Angst der Männer senkt die Zufriedenheit der Frauen. Die Vermeidung der Frauen senkt die Zufriedenheit der Männer. Ein Teufelskreis. Denn Beziehungen mit wenig körperlicher Nähe scheitern schneller.* 😥

Die gute Nachricht: Es braucht viel weniger, als die meisten denken.

Probiere es mal mit Langsamkeit.
Mach einfach alles halb so schnell wie sonst – so, als könnte problemlos der halbe Tag dafür draufgehen. 💏
(Und nein, das ist wirklich kein Witz.)

Und noch etwas:
Männer sind übrigens genauso empfänglich wie Frauen, wenn jemand zeigt:
„Ich genieße, was ich gerade tue.“

Klingt einfach, ist aber echt schwer.
Wir sind so verdammt verletzlich, wenn es um Nähe, Lust und unseren eigenen Wert geht.

Wenn Du gerade innerlich oder laut genickt hast, ist es vielleicht Zeit, Deine eigenen Muster noch etwas genauer anzuschauen.
(Hallo #Mindfuck. 😤)

Warum jetzt kein Sex-Tipp kommt? Ganz einfach: Wenn wir nicht wissen, was uns bremst, können wir weder uns selbst verstehen und gehen schlimmstenfalls in die Ich-bin-nicht-gut-genug-Gedankenschleife. Und wir können auch nicht darüber reden und vom Gegenüber verstanden werden.

Deshalb ist es wichtig überhaupt erstmal klar zu haben, was los ist.
Erst Bewusstsein, dann Handeln, Veränderung folgt dann ganz leicht.

Was Du über Dich und die andere Person verstehst, verändert sofort, wie Du Nähe und Sex erlebst. 
Bestenfalls hast Du mehr davon😉

Und wenn Du mehr Klarheit willst, melde Dich einfach. 

Herzlich,
Deine Maria

* Does Sex Matter? The Role of Sexual and Relationship Satisfaction on Living Apart Together Relationship Transitions (Ciritel A. A., 2022): Diese Untersuchung zeigt, dass sowohl sexuelle Zufriedenheit als auch allgemeine Beziehungszufriedenheit wichtige Rollen dabei spielen, ob Paare langfristig zusammenbleiben oder sich trennen

P.S. Die Gurken, die hat eine Freundin fotografiert, no comment 😉

Küsse in stürmischen Zeit

„Ich mach halt mit.“

Der Horror aller Liebenden.
Einer der Sätze, die mich richtig traurig machen, ist eigentlich gar kein richtiger Satz. Es ist eher ein Seufzen: „Ich mach’s halt mit. Ist ja wichtig für die Beziehung. Es ist ja auch nicht unangenehm … aber …
Variante A: zum Höhepunkt komme ich selbst dabei eh nicht.“
Variante B: Das wird hoffentlich nicht zu lange dauern.“ – usw.

Hand aufs Herz: Wie fühlt sich das an, wenn Du das liest?

Es ist dieser Zustand von „sexueller Resignation“. Du bist körperlich anwesend, aber emotional hast Du Dich schon längst ausgeklinkt. Du funktionierst. Du lieferst ein Ergebnis ab, damit Ruhe ist. Damit die Beziehung „gepflegt“ ist.

Aber was hier passiert ist: Selbstverrat.

Und krasser noch: Du bist als Mensch nicht mehr erkennbar. Du meidest nicht bloß eine vermutete Enttäuschung, einen möglichen Konflikt. Du sabotierst Deinen Selbstwert, Deine Beziehung. Wie kannst Du Dich lieben, wenn ich nicht weiß, wer Du bist, was Du magst und was Du Dir wünschst. Und wie soll das Dein Partner oder Deine Partnerin denn können? Okay, einen Gang zurück:

Warum „mitmachen“ die Bremse füttert

Wir denken oft, wir tun der Beziehung einen Gefallen, wenn wir „halt mitmachen“. Aber Dein Gehirn ist schlauer. Es registriert: „Oh, wir machen hier gerade etwas, worauf wir eigentlich keine Lust haben. Das ist anstrengend. Das ist eine Pflichtaufgabe.“

In der Neurobiologie nennen wir das die Bremse (das Duale Kontrollmodell). Jedes Mal, wenn Du „mitmachst“, obwohl Dein ganzes System eigentlich nach Schlaf, Ruhe oder echter, absichtsloser Nähe schreit, drückst Du diese Bremse ein Stück tiefer in den Boden.

Dein Gehirn lernt: Sex = Anstrengung. Sex = Erschöpfung. Sex = Etwas, das ich für jemand anderen tue.

Kein Wunder, dass das Gaspedal irgendwann gar nicht mehr reagiert. Warum sollte es auch? Es hat gelernt, dass am Ende des Tages nur noch mehr Arbeit wartet.

Der Weg aus der Resignation

Das Problem ist nicht, dass Du nicht kommst oder dass Du müde bist. Das Problem ist der Rahmen. Wir versuchen, eine sexuelle Begegnung in einen Alltag zu quetschen, der eigentlich nur noch auf „Überleben“ programmiert ist.

Was wäre, wenn Du aufhören würdest zu funktionieren?

Was wäre, wenn Du ehrlich sagen würdest: „Ich will Dir nah sein, aber ich habe keine Kraft für das ganze Programm“?

Wenn wir anfangen, die Bremse ernst zu nehmen – also die Müdigkeit, das „Es dauert zu lange“, den Zeitdruck – dann passiert etwas Magisches: Der Druck geht raus. Und erst wenn der Druck weg ist, hat das Gaspedal überhaupt eine Chance, mal wieder ein Lebenszeichen von sich zu geben.

„Mitmachen“ ist kein Liebesbeweis!

Tanz mal drüber nach. #Denkpause

Es ist Selbstverrat auf Raten. Echte Leidenschaft braucht keine:n Performer:in. Sie braucht einen Menschen, der sich sicher genug fühlt, um auch mal „Nein“ oder „Heute nur Kuscheln“ zu sagen. Denn nur wer Nein sagen kann, meint das Ja auch wirklich ernst.

Mach’s Dir leicht. Sprich darüber. Und wenn’s Dir schwer fällt – ruf mich an. Wir finden die Sprache, die genau zu Dir passt. Trau Dich. Reden ist Gold.

Deine Maria

Bereit für Veränderung?

Maria Brie, Mentorin & Coach
Erfahrungen & Bewertungen zu Maria Brie Coaching

Was aber wäre, wenn Sexualität als individueller Ausdruck gesehen wird? Nicht als Leistung, sondern als Kommunikation. Einzigartig. Wie ein gutes Gespräch – voller Spielraum und Resonanz.

Sex ist nicht männlich oder weiblich. Er ist nicht technisch oder romantisch, nicht „richtig“ oder „falsch“.

 Jeder Mensch drückt sich anders aus – und immer wieder neu. Dieser Gedanke ist der Ursprung von Sex & Souls.

„Unsere Würde zu entdecken, also das zutiefst Menschliche in uns, ist die zentrale Aufgabe im 21. Jahrhundert.“
– Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe

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FAQs

Fragen & Antworten

Wie funktioniert das Sex & Souls Coaching?
Das Sex & Souls Coaching-Programm ist ein reines Gesprächsformat, das individuell auf Dich abgestimmt wird. In den Sitzungen reflektieren wir gemeinsam Deine Themen, Bedürfnisse und Ziele. Zusätzlich bekommst Du praktische „Hausaufgaben“ für Zuhause – wie Reflexionsfragen, oder achtsame Beobachtungs- und Ausprobierübungen. Diese Tools helfen Dir, die Erkenntnisse aus den Sitzungen in Deinem Alltag umzusetzen und nachhaltige Veränderungen zu schaffen. Alles geschieht in Deinem Tempo, klar, strukturiert und mit viel Raum für Deine individuelle Entwicklung.
Noch Fragen? Lass uns sprechen – Dein kostenloses Erstgespräch wartet auf Dich!
Warum Einzelcoaching statt Paartherapie?

Sex & Souls Coaching ist erst einmal nur für Dich. Hier gewinnst Du Klarheit über Deine eigenen Bedürfnisse, löst Blockaden und entwickelst neue Ansätze, um Deine Beziehung positiv zu gestalten. Im Gegensatz zur Paartherapie liegt der Fokus nicht auf der „Reparatur“ der Beziehung, sondern darauf, dass Veränderung bei Dir beginnt.
Die Impulse aus dem Coaching eröffnen neue Kommunikationswege, stärken das Verständnis füreinander und bringen frischen Wind in Euer Liebesleben – lange bevor größere Probleme entstehen und eine Therapie überhaupt nötig ist. Über das Programm hinaus kannst Deine Partner:in aber zu einem von Dir gewählten Zeitpunkt natürlich auch mit einbeziehen.

Noch Fragen? Schreibe uns oder buche direkt Dein kostenloses Erstgespräch!

Coachst Du auch Frauen?

Ja, selbstverständlich! Meine Arbeit richtet sich an alle Menschen ab 18 Jahren, unabhängig von Geschlecht, Lebensphase oder Beziehungsstatus. Mein Ziel ist es, Dich in Deiner individuellen Lebenssituation bestmöglich zu unterstützen – bis ins hohe Alter. 

Mein WARUM: Warum coache ich zum Thema Intimität und Sexualität?

Weil ich daran glaube, dass ein erfülltes Liebesleben weit mehr ist als nur Intimität – es ist die Grundlage für Lebendigkeit, Verbindung und Selbstentfaltung.
Mein Weg war nicht immer gerade, aber jede Erfahrung, jedes Kapitel in meinem Leben hat mich zu dieser Erkenntnis geführt: Wenn Menschen ihre sexuellen und emotionalen Bedürfnisse verstehen, Blockaden lösen und sich selbst in ihrer Authentizität annehmen, können sie nicht nur ihre Beziehungen transformieren, sondern auch ihr Leben.
Ich coache, weil ich weiß, wie sehr Prägungen, gesellschaftliche Erwartungen und Leistungsdruck uns davon abhalten können, unser volles Potenzial zu leben. Ich coache, weil ich sehe, wie befreiend es ist, wenn jemand den Mut fasst, seine eigene Wahrheit zu entdecken – frei von Tabus, Ängsten oder Scham.
Meine Mission ist es, Menschen den Raum zu geben, den sie brauchen, um zu wachsen. Sexualität ist kein Tabu, sondern eine Kraftquelle – und es ist meine Leidenschaft, diese Kraft mit anderen zu teilen. Das ist mein WARUM.

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